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Schon während meiner Ausbildung zur Pflegefachfrau lernte ich ätherische Öle kennen und entwickelte eine tiefe Faszination für ihre Anwendung. Über 15 Jahre hinweg sammelte ich vielfältige Erfahrungen, die meine Begeisterung für dieses Fachgebiet nur verstärkten.

Vor genau 4 Jahren wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete Aromedic als Einzelfirma. Was folgte, war eine lehrreiche und herausfordernde Reise, geprägt von Rückschlägen und unerwarteten Wendungen. Doch trotz aller Hindernisse liess ich mich nie vom Kurs abbringen und verfolgte meine Visionen mit eisernem Willen.

Alles begann mit einer faszinierenden Entdeckung während meiner Zeit in Australien – das mysteriöse blaue ätherische Öl der australischen Blue Cypress. Entschlossen, dieses unbekannte Öl nach Europa zu bringen, stand ich vor zahlreichen Herausforderungen wie Importbewilligungen und der Registration als Chemikalie. Parallel dazu plante ich die Herstellung von Naturkosmetik, doch eine neue Verordnung durchkreuzte meine Pläne. Stattdessen entschied ich mich für die Eröffnung einer Praxis, jedoch fiel der Startschuss mitten in den Corona-Lockdown.

Die Praxis blieb ein Traum, während Mietkosten und Inventar blieben. Plan B war die Rückkehr in die direkte Pflege.

Doch die Unsicherheit durch die Pandemie liess mich zögern, in diesen Bereich zurückzukehren – einem Bereich, der mir ebenso wie die Aromatherapie eine Berufung ist. Entschlossen, meine Leidenschaften zu vereinen und zu stärken, begann ich den Master of Science in Pflege. Während des Studiums erweiterte sich mein Wissen enorm und ich knüpfte wertvolle Kontakte. Aufgrund des Zeitmangels während des Studiums musste ich den Import und den Vertrieb des Australian Blue Cypress Oils aufgeben.


Trotz aller Rückschläge konnte ich wertvolle Erfahrungen in der Selbstständigkeit und der Welt der ätherischen Öle und der Aromapflege sammeln. Die professionelle Pflege und die Aromatherapie sind für mich von grosser Bedeutung, so sehr, dass ich diesen Weg weitergehen werde.


Im Hintergrund entstehen neue Projekte mit spannenden Menschen, und ich bin gespannt, ob und wann eines davon Früchte trägt...

Den toxischen Eigenschaften von ätherischen Ölen wird weltweit zunehmend mehr Bedeutung beigemessen. Dieser Wandel ist notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten. Der Einsatz ätherischer Öle erfordert einen achtsamen Umgang in vielerlei Hinsicht. Neben der Sicherheit der einzelnen Personen ist auch die Nachhaltigkeit und das Verantwortungsbewusstsein für unseren Planeten von grosser Bedeutung. Dieser Wandel zeigt sich unter anderem in Bestrebungen, einzelne ätherische Öle anders zu klassifizieren.

Das Tisserand Institute macht auf ein Dokument der Australian Tea Tree Industry Association (ATTIA) über Teebaumöl (TTO) und vorgeschlagene europäische Gesetzgebung aufmerksam, um ein breiteres Bewusstsein für die damit verbundenen Probleme zu schaffen. Es besteht die Absicht, TTO als reproduktionstoxischen Stoff 1B zu klassifizieren, und ATTIA ist der Ansicht, dass dies, wenn es verabschiedet wird, "…das Ende der Verwendung von Teebaumöl in der EU ausserhalb der therapeutischen Anwendung als Medizin bedeuten würde." Es ist auch möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass eine solche Massnahme später auch andere ätherische Öle und andere Regionen der Welt betreffen würde. Nicht erwähnt in dem ATTIA-Bericht ist, dass die in der zitierten Studie verwendeten Dosen 250, 500 und 750 mg/kg betrugen. Dies entspricht einer Person mit einem Gewicht von 65 kg, die jeden Tag 16,25, 32,5 oder 48,75 ml Teebaumöl über einen Zeitraum von 90 Tagen einnimmt. In der Schweiz ist diese Dosierung verboten und die Verschreibung zur oralen Einnahme obliegt ausschliesslich der Ärzteschaft. Die Herausforderung besteht bei den Praktiken der Multilevel-Marketing-Firmen, die die orale Einnahme in hohen Dosen empfehlen.


Das Originaldokument ist unter folgendem Link einsehbar:

Für Arthes in Zusammenarbeit mit dem Tisserand Institute


Woher stammt der Pflegeberuf? Ein kurzer historischer Exkurs.

Im Mittelalter wurden die Erkrankten vorwiegend im Kloster versorgt. Von dort stammt auch die Bezeichnung «Krankenschwester», welche sich noch heute hartnäckig im Volksmund hält. Florence Nightingale (1820-1910) war die Begründerin der Pflege als Beruf. Während des Krimkrieges (1853–1856) wurde deutlich, dass eine professionelle Versorgung der Verwundeten benötigt wird. 1899 wurde in Bern die erste Krankenpflegeschule gegründet. Schwester Liliane Juchli (1933-2020), eine der ersten Pflegepionierinnen im deutschsprachigen Raum, prägte die Professionalisierung stark. 1971 verfasste sie das erste umfassende Fachbuch des Pflegeberufes im deutschsprachigen Raum. Die professionelle Pflege ist eine junge Profession. Lange Zeit wurde die Ausbildung von ärztlicher Seite definiert, die Pflege war ein Assistenzberuf. In den 1990 Jahre traten einheitliche Ausbildungsbestimmungen in Kraft, was die Professionalisierung der Pflege weiter vorantrieb. Die Berufsbezeichnung änderte sich zu «Pflegefachpersonen» und mittlerweile hat sich der Beruf auf Hochschulebene etabliert (Seit 2006). Die modernen Pflegefachpersonen kämpfen noch immer mit früheren Stigmatisierungen und ringen um die Anerkennung der Pflege als eigenständige Profession.


Im Berufsfeld der Pflege gibt es unterschiedliche Funktionen und unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Pflegeteams. Es gibt Praktikanten/innen und Studierende von verschiedenen Ausbildungsrichtungen. Diese werden schon seit Jahren, vor allem in der Langzeitpflege, als vollwertige Mitarbeiter eingesetzt, obwohl sie in der Einsatzplanung nur 20% zählen. In der Langzeitpflege arbeiten zudem Pflegehelfende mit einem Zertifikat vom Schweizerischen Roten Kreuz. Auf der Sekundarstufe ist mit einem eidgenössischen Berufsattest der/die Assistent/in Gesundheit und Soziales angesiedelt (AGS). Ebenfalls auf Sekundarstufe befinden sich die Fachfrauen/männer Gesundheit (FAGE) mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis. Auch hier werden die Fachpersonen in der Praxis häufig anders eingesetzt als angedacht. Auf der Tertiärstufe gibt es die diplomierten Pflegefachpersonen der höheren Fachschulen, der Fachhochschulen und Universitäten.

Da seit Jahren diplomiertes Pflegepersonal fehlt, werden die tertiären Funktionen, vor allem in der Spitex- und Langzeitpflege, mit Personal auf Sekundarstufe ersetzt. In der Akutpflege ist dies nicht möglich und es gestaltet sich schwierig, qualifiziertes Personal zu finden. Ein gut funktionierendes Team mit genügend anwesenden Personen ist die Grundvoraussetzung einer guten Versorgung. Das Fehlen von qualifiziertem Personal, sowie die Mehrfachbelastung ist schon lange Realität. Die Verantwortung und die Belastungen aller genannten Berufsfunktionen sind enorm, denn sie müssen Aufgaben übernehmen, für die sie nicht ausgebildet wurden, oder decken in einer Stelle mehrere Funktionen gleichzeitig ab. Die Pflegeinitiative würde Entlastung bei allen Berufsfunktionen schaffen.


AGS und FAGEs führen häufig aus fehlendem Ansporn den Berufsweg nicht weiter. Der Lohnunterschied ist zu gering, der Zuwachs an Verantwortung zu gross und die Jahre fürs Studium zu lang. Es sind aber gerade diese erfahrenen Fachpersonen, die unbedingt für den weiterführenden Berufsweg zu motivieren sind. Dies geht nur über attraktivere Arbeitsbedingungen. Das ist einer der Gründe, weshalb eine Ausbildungsoffensive als einzige Massnahme, wie es der Gegenvorschlag vorsieht, nicht reicht. Wie erwähnt, müssen die Arbeitsbedingungen attraktiver werden.


Eine Analyse von Lobsiger & Liechti (2021) kommt zu dem Ergebnis, dass rund 45% der Pflegefachpersonen frühzeitig aus dem Beruf aussteigen. 32% davon bereits vor dem Alter von 35 Jahren. Die Daten stammen vom Bundesamt für Statistik, die Erhebung fand im Zeitraum von 2016- 2018 statt. Die Daten während der Covid-19 Pandemie sind noch nicht erhoben und werden nochmals ein an deres Bild zeichnen. Mehr Personen ausbilden ohne die Arbeitsbedingungen zu verbessern ist wie ein Fass ohne Boden, da ein grosser Teil den Beruf frühzeitig wieder verlässt.

Die meisten Pflegefachpersonen besitzen eine sehr hohe Integrität, halten sich an einen definierten ethischen Kodex und besitzen starke Werte und Normen. Wenn Pflegepersonen das Versorgungssystem nicht irgendwie aufrechterhalten, leiden am meisten die Patienten/innen darunter. Aus diesem Grund wird eine Pflegefachperson alles Nötige tun, um die Versorgung der Patienten/innen zu gewährleisten, bis ihnen irgendwann die Kraft ausgeht und sie den Beruf vorzeitig verlassen.


Ein weiteres Problem in Gesundheitsgremien und Organisationen ist, dass die Pflege kaum vertreten ist. So entscheiden andere Berufsgruppen über Themen (oder sogar über die Pflege selbst), wo Pflegefachpersonen mit ihren fachlichen Kompetenzen einen grossen und wichtigen Beitrag leisten könnten.


Was sich in anderen Ländern schon lange bewährt, findet nun auch in der Schweiz immer mehr Beachtung. Es gibt Masterstudiengänge mit dem Abschluss in «Advanced Practice Nurse» (APN). Das sind hochqualifizierte Pflegefachpersonen die Schlüsselfunktionen in Forschung und Pflegepraxis einnehmen. Sie werden zum Beispiel in Hausarztpraxen eingesetzt und wirken so dem Hausärztemangel entgegen. Eine gesetzliche Lösung in der Schweiz für den Einsatz von APNs, den sogenannten «Nurse Practitioner» (NP) in Hausarztpraxen muss es in absehbarer Zeit geben, denn der Hausärztemangel ist vor allem in ländlichen Gebieten nicht wegzudiskutieren. NPs werden Hausärzte nicht ersetzen, sondern ergänzen diese und übernehmen Funktionen in Diagnostik, Therapie und Beratung. Sie definieren dabei eine eigenständige Rolle. Die gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz sind je nach Studienschwerpunkt noch nicht gegeben, obwohl der erste Studiengang auf Hochschulniveau bereits 2006 durchgeführt wurde. Die «Akademisierung», wie sie von den Gegnern genannt wird, ist nicht mehr aufzuhalten. Es gibt sie bereits seit über 15 Jahren. In anderen Ländern ist sie sehr weit fortgeschritten. Dieser Fortschritt lässt sich also nicht mehr stoppen.


Wieso ist Pflegeforschung wichtig? Vor ca. 100 Jahren hat man herausgefunden, dass ein Wasserwechsel bei der Körperpflege zwischen den Patientinnen die Ausbreitung des Wochenbettfiebers verhindern kann. Druckgeschwüre wurden vor ca. 30 Jahren mit Eis und Föhn im Wechsel behandelt, was nach neustem Erkenntnisstand eine sehr fragwürdig Massnahme ist. Frühe Mobilisation nach Operationen verhindern Muskelschwund, Thrombosen uvm. Das sind einige wenige Gründe, weshalb die Forschung (auch die Akademisierung) in der Pflege notwendig und unabdingbar ist. Mit neuen Erkenntnissen lässt sich Leiden verhindern und viel Geld einsparen.

Eine weitere Massnahme, die sehr viel Geld einsparen kann, ist die «Nurse- to -patient ratio». Wie aktuelle Studien belegen, ist ein angemessenes Verhältnis von Patienten zu Pflegenden pro Schicht (nurse-to-patient-ratio) eine Grundvoraussetzung für gute Pflegequalität. Ein gesetzlich vorgegebenes Verhältnis von Pflegenden pro Patient steigert nachweislich die Zufriedenheit aller Beteiligten, verhindert und lindert Komplikationen und spart Millionen. Bessere Arbeitsbedingungen kosten mehr Geld, aber sparen folglich auch wieder sehr viel Geld und vor allem Leiden ein.


Ein JA zur Pflegeinitiative, weil wir alle früher oder später auf eine (hoffentlich) qualitativ hochwertige, würdevolle & professionelle Pflege angewiesen sind.


Ein JA zur Pflegeinitiative, weil die einzige Lobby der Pflege das Volk ist.



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Kopie von Green and White Zero Waste Liv
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