Professionelle Pflege- was ist das?

Woher stammt der Pflegeberuf? Ein kurzer historischer Exkurs.

Im Mittelalter wurden die Erkrankten vorwiegend im Kloster versorgt. Von dort stammt auch die Bezeichnung «Krankenschwester», welche sich noch heute hartnäckig im Volksmund hält. Florence Nightingale (1820-1910) war die Begründerin der Pflege als Beruf. Während des Krimkrieges (1853–1856) wurde deutlich, dass eine professionelle Versorgung der Verwundeten benötigt wird. 1899 wurde in Bern die erste Krankenpflegeschule gegründet. Schwester Liliane Juchli (1933-2020), eine der ersten Pflegepionierinnen im deutschsprachigen Raum, prägte die Professionalisierung stark. 1971 verfasste sie das erste umfassende Fachbuch des Pflegeberufes im deutschsprachigen Raum. Die professionelle Pflege ist eine junge Profession. Lange Zeit wurde die Ausbildung von ärztlicher Seite definiert, die Pflege war ein Assistenzberuf. In den 1990 Jahre traten einheitliche Ausbildungsbestimmungen in Kraft, was die Professionalisierung der Pflege weiter vorantrieb. Die Berufsbezeichnung änderte sich zu «Pflegefachpersonen» und mittlerweile hat sich der Beruf auf Hochschulebene etabliert (Seit 2006). Die modernen Pflegefachpersonen kämpfen noch immer mit früheren Stigmatisierungen und ringen um die Anerkennung der Pflege als eigenständige Profession.


Im Berufsfeld der Pflege gibt es unterschiedliche Funktionen und unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Pflegeteams. Es gibt Praktikanten/innen und Studierende von verschiedenen Ausbildungsrichtungen. Diese werden schon seit Jahren, vor allem in der Langzeitpflege, als vollwertige Mitarbeiter eingesetzt, obwohl sie in der Einsatzplanung nur 20% zählen. In der Langzeitpflege arbeiten zudem Pflegehelfende mit einem Zertifikat vom Schweizerischen Roten Kreuz. Auf der Sekundarstufe ist mit einem eidgenössischen Berufsattest der/die Assistent/in Gesundheit und Soziales angesiedelt (AGS). Ebenfalls auf Sekundarstufe befinden sich die Fachfrauen/männer Gesundheit (FAGE) mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis. Auch hier werden die Fachpersonen in der Praxis häufig anders eingesetzt als angedacht. Auf der Tertiärstufe gibt es die diplomierten Pflegefachpersonen der höheren Fachschulen, der Fachhochschulen und Universitäten.

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